Der Studiengang
Die Eugen-Kolisko-Akademie in neuer Form
Der Studiengang der Eugen-Kolisko-Akademie wird im 22. Jahr ihres Bestehens völlig neu gestaltet. Vom nächsten Studienjahr an (Oktober 2010 bis Juli 2011) beginnt der Kurs mit einer Vollzeitphase von Oktober bis Mitte Dezember.

Dann setzt sich die Ausbildung berufsbegleitend fort in den Klinischen Wochenendkursen. Sie finden monatlich von Januar bis Juli 2011 statt. Die Vollzeitphase bietet die Einführung in die Anthroposophische Medizin von der Menschenkunde über die Krankheitslehre bis zu den Therapieverfahren. Die künstlerischen Übungen der Plastisch-musikalisch-sprachlichen Menschenkunde trägt das Wissen in die Fähigkeitsbildung, Natur- und Geisteswissenschaft zu verbinden und in der Begegnung mit Patienten und Heilmitteln schöpferisch zu werden. Die Künste gehen am Ende der Vollzeitphase in die Kunst-Therapien über, die Eurythmie in die Heileurythmie. Die Fachkurse am Nachmittag gelten jetzt ausschließlich den Heilmitteln. Nach einem vierwöchigen Heilpflanzenkurs (einschließlich der Mistel), in dem Botaniker mit Ärzten gemeinsam unterrichten, folgen die wichtigsten mineralischen Heilmittel (Schwefel, Arsen, Phosphor, Quarz) und zum Schluss die Einführung in die Metall-Therapie.

Mit diesem Rüstzeug sollen die Teilnehmer in der Lage sein, in den Klinischen Wochenenden selbständig für Patienten der Filderklinik ein Therapiekonzept zu entwerfen. Dies geschieht, wie im Herdecker Seminar bereits erprobt, in Arbeitsgruppen, die vom Dozenten und Seminarleiter belgeitet werden. So werden nacheinander von Januar bis Juli exemplarisch
Aufzählungspunkt Magen-Darm-Erkrankungen,
Aufzählungspunkt   Atemwegserkrankungen,
Aufzählungspunkt   Psychiatrie,
Aufzählungspunkt   Onkologie und
Aufzählungspunkt   Rheumatologie
erarbeitet. Auch hier sind Heileurythmie und Kunsttherapie anhand des jeweiligen Patienten zu entwickeln. Der Besuch der Oster-Tagung der GAÄD, mit deren Akademie dieser Ausbildungsgang abgestimmt ist, ist Teil des Programms, zumal der Kurs zur Akkreditierung als „Anthroposophischer Arzt GAÄD“ führt.

Kooperation mit den Kliniken
Die Filderklinik bietet ihren Assistenzärzten diesen Ausbildungsgang als innerbetriebliche Fortbildung an, den sie finanziell und organisatorisch unterstützt. Zusammen mit den Vorlesungen, die Dr. Armin Husemann mittwochs von 11.30 – 12.45 Uhr zur Einführung in die Anthroposophische Medizin in der Filderklinik für Assistenzärzte gibt, wird hier eine vertiefende Ausbildung angeboten.

Mit diesem dreistufigen Ausbildungsprogramm – Einführungsvorlesungen, Studienjahr und Lehrstation – will die Filderklinik ihren Beitrag zur dringend notwendigen Ausbildungsreform in Anthroposophischer Medizin gemeinsam mit der Eugen-Kolisko-Akademie verwirklichen. Eine ähnliche Kooperation wird mit dem Paracelsus-Krankenhaus Unterlengenhardt, der Klinik Öschelbronn und allen anderen anthroposophischen Kliniken angestrebt.

Für die Eugen-Kolisko-Akademie
Dr. med. Armin Husemann
Dr. med. René Madeleyn


Für die Filderklinik
Dr. med. Harald Merckens
Geschäftsführer Volker Ernst
www.filderklinik.de